Warnstreiks am Münchener Flughafen: 80 Prozent aller Flieger fallen aus
Flughafen rechnet am Samstag mit weitgehend normalem Betrieb
Freitag, 28. Februar, 06.40 Uhr: Nach zweitägigem Warnstreik und hunderten gestrichenen Flügen dürfen Reisende am Münchner Flughafen am Samstag wieder auf einen weitgehend normalen Betrieb hoffen. „Die Fluggesellschaften werden ihre Flüge planmäßig durchführen“, sagte ein Sprecher des Flughafens. „Wir gehen von einem weitgehend regulären Flugbetrieb aus.“
Am Flughafen dürfe dann nach zwei Tagen weitgehendem Stillstand und zum Beginn der bayerischen Faschingsferien wieder einiges los sein. Derzeit seien gut 800 Flugbewegungen geplant, sagte der Flughafen-Sprecher. Einige Fluggesellschaften hätten ihre Passagiere teilweise auf Samstag umgebucht und wollten auch größere Flugzeuge einsetzen.
Warnstreiks an Flughäfen: In München 80 Prozent Flugausfälle
Donnerstag, 27. Februar, 06.57 Uhr: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts hat am Münchner Flughafen ein zweitägiger Warnstreik der Gewerkschaft Verdi begonnen. Die Fluggesellschaften haben 80 Prozent der für heute und morgen geplanten Flüge gestrichen. Darüber informierte die Flughafengesellschaft FMG die Passagiere auf ihrer Webseite. Auch ein Flughafensprecher bestätigte am Morgen, dass die Flüge weiterhin gestrichen sind.
In der Tarifauseinandersetzung für die Beschäftigten von Bund und Kommunen soll es darüber hinaus auch am Hamburger Flughafen bis Freitag zu Beeinträchtigungen kommen. Außerdem stehen heute andernorts wieder zeitweise Arbeitsniederlegungen an: in Essen bei den Entsorgungsbetrieben, in Erfurt in Kliniken und in Hamburg außerdem unter anderem noch bei der Stadtreinigung, im Hafen und bei städtischen Behörden.
Verdi ruft zum Warnstreik am Flughafen Hamburg auf
Mittwoch, 26. Februar, 10.35 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem mehrtägigen Warnstreik am Hamburger Flughafen aufgerufen. Der Ausstand soll am Mittwochabend mit Beginn der Nachtschicht starten und bis zum Ende der Spätschicht am Freitag dauern, wie die Gewerkschaft mitteilte. Aufgerufen seien Beschäftigte der Flughafen AG, aber auch die der Instandhaltung, der IT-Dienste, der Flughafensicherheitsdienste, der Passagierabfertigung und der Gepäckbeförderung. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst.
48-stündiger Warnstreik bei der BVG beendet
Samstag, 22. Februar, 09.29 Uhr: Die U-Bahnen, Trams und Busse in Berlin können nach dem Warnstreik bei der BVG wieder weitgehend wie gewohnt durch die Stadt fahren. Mit Ende der zweitägigen Aktion um 3.00 Uhr sei der Nahverkehr wieder zum normalen Ablauf zurückgekehrt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit.
Die Gewerkschaft Verdi hatte den Nahverkehr in der Hauptstadt am Donnerstag und Freitag weitgehend lahmgelegt. Es war der längste Ausstand in der laufenden Tarifrunde für rund 16.000 Beschäftigte. Das jüngste Angebot der Arbeitgeberseite lehnt Verdi ab - stattdessen droht die Gewerkschaft mit einem unbefristeten Streik nach dem 21. März. Die nächsten Verhandlungen zwischen beiden Seiten sind für kommenden Mittwoch angesetzt.
Wegen eines Warnstreiks drohen in Hamburg Einschränkungen
03.31 Uhr: Hamburgs Bürgerinnen und Bürger mit Anliegen etwa bei den Bezirksämtern, beim Hamburg Service vor Ort oder den Allgemeinen Sozialen Diensten (ASD) müssen sich am Donnerstag auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Stadt zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um ihrer Forderung nach einer tariflichen Regelung zur Altersteilzeit Nachdruck zu verleihen. Eine bestehende Regelung wurde nach Verdi-Angaben 2009 nicht verlängert. Eine Neuregelung lehne die Stadt bislang ab.
Warnstreiks im öffentlichen Dienst bei Kindergärten und Stadtwerken
Donnerstag, 20. Februar, 03.12 Uhr: Der Warnstreik im öffentlichen Dienst trifft am Donnerstag wieder vereinzelt Stadtwerke und Kindergärten in Sachsen-Anhalt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft rief Erzieherinnen und Erzieher in Dessau-Roßlau zum Warnstreik auf.
Damit einhergehende Kita-Schließungen oder Betreuungsengpässe stellten für viele Eltern zwar eine Belastung dar, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. Die Streiks seien aber ein wichtiger Schritt, um langfristig bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.
In Halle (Saale) sind die Beschäftigten der Stadtwerke zu einer Versammlung aufgerufen, bei der es laut Verdi um weitere Schritte für die Ausweitung der Warnstreiks gehen soll.
Für den Freitag sind nach Angaben des Burgenlandkreises auch im Süden des Landes Warnstreiks in den Kommunalverwaltungen angekündigt.
Eine zweite Verhandlungsrunde hatte Anfang der Woche keine Einigung gebracht. Die Gewerkschaften wollen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich durchsetzen. Außerdem wollen die Gewerkschaften drei zusätzliche freie Tage aushandeln.
Verdi legt am Freitag ÖPNV in sechs Bundesländern lahm
12.11 Uhr: Pendlerinnen und Pendler müssen sich am Freitag in sechs Bundesländern auf Verspätungen und Ausfälle im Nahverkehr einstellen. Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ruft die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf. Die Aktionen sollten weitestgehend ganztags von Betriebsbeginn bis Betriebsende dauern, erklärte Verdi.
Insgesamt seien 53.000 Beschäftigte in 69 Unternehmen in Städte und Landkreisen betroffen. Verdi will für die mehr Lohn und mehr freie Tage erstreiten, die Verhandlungen mit Bund und Kommunen brachten zuletzt aber keine Annäherung. Die Arbeitgeber haben selbst noch kein Angebot vorgelegt.
Zeitgleich streiken auch Beschäftigte in weiteren Tarifauseinandersetzungen im Nahverkehr, darunter Mitarbeiter der BVG in Berlin und Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern.
Verdi ruft zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Rheinland-Pfalz auf
Mittwoch, 19. Februar, 05.03 Uhr: Wegen eines ganztägigen Warnstreiks müssen sich die Menschen im nördlichen Rheinland-Pfalz heute auf Einschränkungen etwa bei der Müllabfuhr und bei Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung einstellen. Nachdem die zweite Tarifrunde für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen ohne Annäherung blieb, rief Verdi Beschäftigte mehrerer Kommunen und kommunaler Betriebe in der Region zu Arbeitsniederlegungen auf. Zum Streik aufgerufen sind:
- In Neuwied: Beschäftigte von Stadt- und Kreisverwaltung, der Stadtwerke und Servicebetriebe sowie der Deichwelle und der Abfallentsorgung des Landkreises
- Beschäftigte der Verbandsgemeinde Weißenthurm sowie der Verbandsgemeindewerke
- Mitarbeiter der Stadtverwaltung Mayen und der Stadtwerke sowie der Stadt Andernach.
Aufgrund des Anschlags von München vom 13. Februar soll es allerdings keine Streikkundgebungen geben.
Mehr Informationen zu den Warnstreiks erfahren Sie hier.
yk/mit dpa