Lars Klingbeil: Das ist der Co-Vorsitzende der SPD

Biografie und Karriere von Lars Klingbeil

Geboren am 23. Februar 1978 in Soltau, wuchs Lars Klingbeil in Munster auf. Er ist der Sohn eines Berufssoldaten und einer Einzelhandelskauffrau. Nach dem Abitur am Gymnasium Munster im Jahr 1998 und dem Zivildienst bei der Bahnhofsmission in Hannover, studierte er Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte an der Universität Hannover. Im Jahr 2004 schloss er sein Studium mit dem Magister Artium ab und war währenddessen Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Politische Anfänge und Aufstieg

Seine politische Karriere begann Lars Klingbeil bei den Jusos, der Jugendorganisation der SPD, wo er von 2003 bis 2007 als stellvertretender Bundesvorsitzender tätig war. Er trat 1996 der SPD bei und rückte 2005 kurzzeitig in den Deutschen Bundestag nach. Seit der Bundestagswahl 2009 ist er ununterbrochen Abgeordneter des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Rotenburg I – Heidekreis. Von 2017 bis 2021 war Klingbeil Generalsekretär der SPD und organisierte mehrere Wahlkämpfe, bevor er zum Co-Vorsitzenden der Partei gewählt wurde.

Wichtige politische Positionen

Klingbeil wird dem konservativen Seeheimer Kreis innerhalb der SPD zugerechnet, nachdem er ursprünglich der Parlamentarischen Linken angehörte. Er ist bekannt für seine Positionen in der Netz- und Verteidigungspolitik. Zudem engagiert er sich für eine digitale Gesellschaft und setzt sich für eine Anhebung des Wehretats sowie den Einsatz bewaffneter Drohnen durch die Bundeswehr ein. Er unterstützt die Forderung nach Netzneutralität und kritisiert eine restriktive Asylpolitik.

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Lars Klingbeil und seine Partnerin Lena-Sophie Mueller beim 67. Bundespresseball im Hotel Adlon in Berlin Imago

Steckbrief

  • Name: Lars Klingbeil
  • Geburtsdatum: 23. Februar 1978
  • Geburtsort: Soltau
  • Partei: SPD
  • Position: Co-Vorsitzender der SPD, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
  • Familienstand: Verheiratet mit Lena-Sophie Müller
  • Kinder: Ein Sohn, geboren im Juni 2024
  • Wohnort: Munster, Niedersachsen

Kontroversen und Konflikte

In seiner politischen Karriere stieß Klingbeil auf verschiedene Herausforderungen und Kritiken. Die SPD erlitt bei der Bundestagswahl 2025 ein historisches Wahldebakel, woraufhin Klingbeil zum Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde. Diese Entscheidung wurde teilweise als problematisch angesehen, fand jedoch breite Unterstützung innerhalb der Partei.

Persönliches

Seit August 2019 ist Lars Klingbeil mit Lena-Sophie Müller verheiratet, die als Geschäftsführerin der Initiative D21 tätig ist. Neben seiner politischen Tätigkeit ist Klingbeil leidenschaftlicher Musiker und spielte in der Rockband "Sleeping Silence". Er ist ein begeisterter Fußballfan und seit März 2022 Mitglied des Verwaltungsbeirats des FC Bayern München.

Klingbeil: Vertrauen zu Merz wächst

Aktuell spielt Klingbeil bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD eine tragende Rolle. Während sich die SPD und die Union im Wahlkampf nichts geschenkt haben, muss Klingbeil jetzt mit Friedrich Merz verhandeln. 

Union und SPD haben sich laut Abschlusspapier auf die Abschaffung des Heizungsgesetzes in seiner bisherigen Form geeinigt. Michael Kappeler/dpa

Nach harten Bandagen im Wahlkampf scheinen sich CDU-Chef Friedrich Merz und SPD-Chef Lars Klingbeil in den Koalitionsverhandlungen immer besser zu verstehen. "Wir wollen gar nicht beste Freunde werden, aber ein Vertrauensverhältnis ist gerade dabei zu wachsen", sagte Klingbeil in der ARD-Sendung von Caren Miosga. Er habe seit der Wahl das ein oder andere über Merz neu gelernt: "Dass man verlässliche Absprachen treffen kann, dass man belastbare Gespräche führt." 

Vor wenigen Tagen habe der 69 Jahre alte Merz ihm auch das Du angeboten, berichtete Klingbeil. Das sei am Samstag bei den Koalitionsverhandlungen direkt allen aufgefallen. Beim Fußball kommen die beiden dagegen nicht zusammen: Merz ist Fan von Borussia Dortmund, Klingbeil vom FC Bayern München. "Na ja, mein Verein ist auf Platz eins, seiner auf Platz zehn", sagte Klingbeil. "Bei Fußball gibt es Differenzen, aber das müssen wir Gott sei Dank jetzt in den Koalitionsverhandlungen nicht lösen."

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