Katharina Dröge: Die Grünen-Politikerin im Porträt
Biografie und Karriere von Katharina Dröge
Katharina Dröge wurde am 16. September 1984 in Münster geboren und wuchs in Ladbergen im Tecklenburger Land auf. Ihre Eltern, Manfred und Irmlind, waren ebenfalls politisch aktiv bei den Grünen, und ihr Vater saß im Gemeinderat. Nach ihrem Abitur am Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg im Jahr 2004 begann Dröge ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln, welches sie 2010 mit einem Diplom abschloss. Noch im selben Jahr begann sie als Referentin im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen zu arbeiten.
Politischer Werdegang der Grünen-Frau
Bereits im Jahr 2000 trat Dröge den Grünen bei und engagierte sich in der Grünen-Jugend. Von 2002 bis 2006 war sie Landesvorsitzende der Grünen-Jugend Nordrhein-Westfalen und ab 2009 Vorsitzende des Kreisverbandes der Grünen in Köln. Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte sie im Wahlkreis Köln III und zog über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag ein. In ihrer ersten Legislaturperiode war sie Sprecherin für Wettbewerbspolitik und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.
Ab 2018 war Dröge Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion und ab 2019 Sprecherin für Wirtschaftspolitik. Im Dezember 2021 wurde sie gemeinsam mit Britta Haßelmann zur Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen gewählt. Dröge gehört dem linken Flügel der Partei an und ist bekannt für ihre klaren Positionen in der Wirtschafts- und Handelspolitik.
Mehr aus dem Bereich Politik
Meistgelesene Artikel der Woche
Katharina Dröge im Steckbrief
- Name: Katharina Dröge
- Geburtstag: 16. September 1984
- Geburtsort: Münster
- Partei: Bündnis 90/Die Grünen
- Position: Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag
- Wohnort: Köln
- Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
- Bildung: Diplom-Volkswirtin
- Religion: evangelisch-lutherisch
Politische Positionen und Kontroversen
Dröge hat sich in ihrer politischen Laufbahn mehrfach für ökologische und soziale Themen eingesetzt. So forderte sie unter anderem die Reduzierung des Dienstwagenprivilegs zur Finanzierung eines ÖPNV-Tickets im Stil des 9-Euro-Tickets und engagierte sich stark gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP), insbesondere gegen die Klausel zu Investitionsschutzabkommen.
Über Dröges Privatleben nicht viel bekannt
Katharina Dröge ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Köln. Sie hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus und fokussiert sich auf ihre politische Arbeit. Über ihren Ehemann sind keine weiteren Informationen bekannt.
Aktuelle Rolle und Bedeutung
Katharina Dröge spielt eine zentrale Rolle in der deutschen Politik und insbesondere innerhalb der Grünen. Als Fraktionsvorsitzende prägt sie die politischen Diskussionen und Entscheidungsprozesse maßgeblich. Ihre energischen Reden und klare Haltung in wirtschafts- und umweltpolitischen Fragen machen sie zu einer bedeutenden Stimme innerhalb und außerhalb ihrer Partei. Mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 wird Dröge weiterhin eine wichtige Figur im politischen Diskurs Deutschlands sein.
Dröge: Erfolge werden in nächsten Jahren sichtbar
Die Fraktionsspitze der Grünen im Bundestag sieht mehr Klimaschutz als wesentlichen Treiber bei der wirtschaftlichen Entwicklung. "Das grüne Wirtschaftswunder geht erst los", sagte die Co-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann dem "Handelsblatt" in einem Doppel-Interview mit der Co-Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge. "Ohne Klimaschutz, ohne Transformation kann es auch keinen Wohlstand mehr geben. Ideen der CDU wie das Zurückdrehen des Verbots von Verbrenner-Autos ab 2035 werden der Wirtschaft nicht helfen, sondern nur Unsicherheit schüren und uns im internationalen Wettbewerb zurückwerfen."
Im Jahr 2023 hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gesagt, wegen der hohen Investitionen in den Klimaschutz seien hohe Wachstumsraten wie zu Zeiten des "Wirtschaftswunders" in den 1950er und 1960er Jahren zu erwarten. Diese Aussagen waren unter anderem von Wirtschaftsverbänden kritisiert worden. Derzeit befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Krise. Nach zwei Rezessionsjahren in Folge wird für 2025 allenfalls ein Mini-Wachstum erwartet.
Dröge sagte der Zeitung: "Viele Erfolge unserer Regierungszeit werden in den nächsten Jahren sichtbar werden. Der Ausbau der Erneuerbaren wird Energie günstiger machen, die Transformation der Industrie wird Arbeitsplätze sichern. Und wir wollen dagegen arbeiten, dass Klimaschutz öffentlich fast nur als Kostentreiber dargestellt wird." Klimaschutz und Gerechtigkeit gehörten zusammen.
Kritik der Grünen an Union und SPD
Die Grünen hatten bei der Bundestagswahl mit 11,6 Prozent ein enttäuschendes Ergebnis eingefahren und sind in dieser Legislaturperiode aller Voraussicht nach in der Opposition.
Haßelmann sagte mit Blick auf Union und SPD, die künftige Koalition wolle offenbar Stillstand und Rückabwicklung von Fortschritt zu ihrem Maßstab machen. Dröge sagte: "Wir sehen doch gerade, dass sich CDU und SPD beim Klimaschutz darauf einigen, das Klimaziel für 2030 aufzugeben." Der Anspruch der Grünen sei, wieder mehr Debatten über Klimaschutz als Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu führen.