IG Metall ruft in drei Städten zu Warnstreiks auf

IG Metall ruft in drei Städten zu Warnstreiks auf

Vor der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk erhöht die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber. In Berlin, Dresden und Leipzig ruft die Gewerkschaft in dieser Woche zu Warnstreiks auf. „Die Kolleginnen und Kollegen brauchen mehr Geld und eine Entlastungskomponente, um langfristig fit im Job bleiben zu können“, sagte Stefanie Haberkern, von der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Die IG Metall fordert unter anderem 6,5 Prozent mehr Entgelt und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 170 Euro. Die zweite Verhandlungsrunde findet am 24. April in Leipzig statt. In der Messestadt sind nach Angaben der Gewerkschaft an diesem Dienstag die Beschäftigten von vier Autohäusern zum Warnstreik aufgerufen.

Tarif-Einigung im Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern

19.02 Uhr: Mehr Geld für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern: Der nun vereinbarte Tarifvertrag sieht eine dreistufige Erhöhung der Gehälter vor, wie der kommunale Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern (KAV) und die Gewerkschaft Verdi mitteilen.

Den Angaben nach steigen die Entgelte rückwirkend ab Januar um 2,5 Prozent und mindestens um 120 Euro. Im Januar 2026 und 2027 werden die Entgelte abermals um 2,5 Prozent und jeweils mindestens 120 Euro angehoben. Der Vertrag laufe 30 Monate. Über die gesamte Laufzeit bedeutet dies laut Verdi für den Berufseinstieg einer Busfahrerin oder eines Busfahrers eine Steigerung von fast zwölf Prozent. Von den Tariferhöhungen seien landesweit etwa 2.800 Beschäftigte betroffen. 

Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt des öffentlichen Personennahverkehrs in MV auf Warnstreiks gesetzt, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. 

Öffentlicher Dienst: Schlichter empfehlen Einigung

Freitag, 28. März, 13.10 Uhr: Die Schlichter im Tarifstreit des öffentlichen Diensts von Bund und Kommen schlagen eine Erhöhung der Einkommen in zwei Stufen vor: Zum 1. April 2025 soll es ein Plus von drei Prozent geben, zum 1. Mai 2026 dann noch einmal 2,8 Prozent mehr. Dies teilte die Schlichtungskommission unter Vorsitz des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und des früheren Bremer Staatsrats Hans-Henning Lühr mit.

Verkehr rollt nach BVG-Warnstreik an - Schlichtung mit Politikgrößen beginnt

Der zweitägige Warnstreik im Berliner Nahverkehr ist zu Ende. Zugleich beginnt heute die Schlichtung in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben und der Gewerkschaft Verdi. 

Planmäßig sollten die BVG-Bediensteten ihre Arbeit mit Beginn der Frühschicht gegen 3.00 Uhr wieder aufnehmen. Nach Angaben des kommunalen Unternehmens kann der Verkehr dann noch einige Stunden unregelmäßig sein.

Ramelow und Platzeck sollen den Konflikt schlichten

Verdi hatte die Tarifverhandlungen mit dem kommunalen Verkehrsunternehmen für rund 16.000 Beschäftigte vor einer Woche nach der sechsten Runde für gescheitert erklärt und zum nächsten Warnstreik am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche aufgerufen. Es war bereits der fünfte Ausstand in der laufenden Tarifrunde.

Am Donnerstag verständigten sich beide Seiten auf eine Schlichtung. Die Gespräche sind bis zum 10. April angesetzt - in dieser Zeit sind Streiks ausgeschlossen. Für die BVG geht Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck als Schlichter in die Gespräche. Für Verdi schlichtet Thüringens ehemaliger Regierungschef Bodo Ramelow.

Warnstreik bei der BVG geht weiter

Donnerstag, 27. März, 6.13 Uhr: Der Warnstreik im Berliner Nahverkehr geht in den zweiten Tag. Erneut müssen Pendlerinnen und Pendler im Berufsverkehr mit vollen Straßen, S-Bahnen und Regionalzügen rechnen. Die Busse, Trams und U-Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bleiben im Depot. 

Der Ausstand der Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit mit dem Verkehrsunternehmen dauert bereits seit Mittwochmorgen an. Erst zum Betriebsbeginn in der Nacht zum Freitag soll der Nahverkehr wieder wie gewohnt rollen. 

Es ist der insgesamt fünfte Warnstreik in der Tarifauseinandersetzung. Es geht um mehr Geld für rund 16.000 Beschäftigte. Nach der jüngsten Gesprächsrunde hatte Verdi die Verhandlungen für gescheitert erklärt und zum nächsten Arbeitskampf aufgerufen. Zudem läuft seit Mittwoch eine Urabstimmung unter den Mitgliedern über unbefristete Streiks. 

Gleichzeitig laufen aber auch die Gespräche über eine mögliche Schlichtung. Dabei sollen externe Vermittler in dem Tarifkonflikt eine Lösung finden. Beide Seiten waren zuletzt zuversichtlich, dass ein solches Verfahren bald beginnen könnte. Während einer Schlichtung sind keine Arbeitskämpfe möglich.

Verdi ruft zu neuem Warnstreik in Berlin am Mittwoch und Donnerstag auf

19.38 Uhr: Auf die Fahrgäste im Berliner Nahverkehr kommt ein weiterer 48-stündiger Warnstreik zu. Die Gewerkschaft Verdi ruft nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zum Ausstand am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche auf, wie Verdi mitteilte.

„Die BVG ist auch in der sechsten Verhandlungsrunde ein Angebot schuldig geblieben, das der verantwortungsvollen Arbeit der Beschäftigten gerecht wird und die drastischen Preissteigerungen der letzten Jahre sowie den deutlichen Lohnabstand im bundesweiten Vergleich ausreichend kompensiert“, sagte Verhandlungsführer Jeremy Arndt. Nun sei auch der Berliner Senat gefragt, „endlich Verantwortung zu übernehmen und die Finanzierung angemessener Löhne bei der BVG sicherzustellen“

Der Ausstand soll am Mittwoch mit Betriebsbeginn gegen 3.00 Uhr morgens beginnen und am Freitagmorgen mit Betriebsbeginn gegen 3.00 Uhr enden.

Tarifverhandlungen zwischen BVG und Verdi endet ergebnislos

Freitag, 21. März, 15.34 Uhr: Die sechste Runde in den Tarifverhandlungen zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und Verdi ist nach Unternehmensangaben ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft hatte für diesen Fall eine Urabstimmung über unbefristete Streiks bei der BVG angekündigt. „Die BVG ist auch heute angetreten, gute, gemeinsame Lösungen für unsere Mitarbeitenden und das Unternehmen zu finden“, teilte das Unternehmen mit. „Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb es aufseiten von Verdi keinerlei Bewegung gibt.“

Die Arbeitgeberseite stehe für weitere Gespräche zur Verfügung, hieß es. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 10. April vereinbart. Ob es dazu kommt, blieb offen. Verdi war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Beide Seiten verhandeln seit Mitte Januar über einen neuen Tarifvertrag für rund 16.000 Beschäftigte. Seitdem hat Verdi den Berliner Nahverkehr viermal weitgehend lahmgelegt - zuletzt am Mittwoch und Donnerstag.

Nun könnten deutlich längere Ausstände auf die Fahrgäste und das kommunale Unternehmen zukommen. Für einen unbefristeten Streik müssten in einer Urabstimmung mindestens 75 Prozent der teilnehmenden Mitglieder stimmen. Bis eine solche Abstimmung abgeschlossen ist, dürften noch einige Tage oder Wochen vergehen. Ein längerer Streik käme wohl erst im April auf die Berlinerinnen und Berliner zu. Bis Verdi die Urabstimmung einleitet, könnte die Gewerkschaft aber zu weiteren Warnstreiks aufrufen.

Mehr Informationen zu den Warnstreiks erfahren Sie hier.

yk/mit dpa
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