China: Neue Waffe im Weltall besorgt Experten – „ungünstig für uns“

Dass alle großen Mächte der Welt daran arbeiten, im Weltall Präsenz zu zeigen, dürfte für niemanden mehr eine Überraschung sein. Aber wie weit China offenbar bereits ist, lässt einige Experten aus den USA große Sorge zeigen.

China: „Kill Mesh“ ist einsatzbereit

Kaum ein Land auf der Welt ist derzeit wohl so auf dem Vormarsch in der Raumfahrt wie die Volksrepublik China. Dabei ist der Staat bisher eine eher junge Weltraumnation, die erst vor einem Jahr Satelliten für Mondmissionen ins All geschossen hat. Nun schlagen Experten der US-amerikanischen Space Force (zu Deutsch etwa „Weltraumstreitkraft“) Alarm: Anscheinend hat das Land einen kritischen Punkt erreicht, an dem man von einem „Kill Mesh“ sprechen könne.

Das bedeutet dem Vizechef der Space Force, Michael Guetlein zufolge, dass China ein ganzes Netzwerk aus Satelliten etabliert habe, die sich leicht mit anderen Waffensystemen verbinden ließen. Das erklärte der hochrangige General auf einer Konferenz über das Verteidigungsprogramm der Space Force vor wenigen Tagen. Dabei sei es für den Westen eine äußerst bedenkliche Entwicklung, dass der Vorsprung zu Staaten wie China oder Russland sich immer weiter verkleinere: „Das ist sehr ungünstig für uns“.

Das können andere Staaten tun

Bei den Auseinandersetzungen, die sich im Weltall ankündigen, sei es überdies keine Seltenheit, dass bereits erste Waffen eingesetzt werden. Dem General zufolge praktizieren China und Russland regelmäßig eine Taktik, die als „jamming, spoofing, dazzling“ bekannt ist, zu deutsch ungefähr „blockieren, täuschen, blenden“. Dabei nutzen die Staaten ihre Satelliten, um die Kommunikation westlicher Länder zu behindern.

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Die Gefahr dabei hält sich im Moment in Grenzen. Doch in einem zukünftigen Konflikt könnten solche Fähigkeiten entscheidend sein, warnt General Guetlein. Innerhalb kürzester Zeit sei es möglich, ganze Verteidigungssysteme lahmzulegen. Hier ist wichtig, dass einer der größten Vorteile der USA und ihrer Verbündeten bisher in der fortschrittlichen Satellitenaufklärung liegt, was nun bedroht sein könnte.

Damit China allerdings nicht übermächtig wird, gibt es laut Guetlein auch Möglichkeiten, gegenzusteuern. Dabei forderte er eine massive Stärkung der Space Force in den USA, um der Volksrepublik so auch im Weltall begegnen zu können. Derzeit bauen die Vereinigten Staaten von Amerika bereits ein Verteidigungssystem auf, das bisher als „Golden Dome“ bekannt ist. Dieses soll auch der Bedrohung aus dem Kosmos gerecht werden.

Von Leonard Hennersdorf

Das Original zu diesem Beitrag "China: Neue Waffe im Weltall besorgt Experten – "ungünstig für uns"" stammt von futurezone.de.

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