Kanadier lassen sich nicht einschüchtern – US-Produkte werden jetzt boykottiert

Die „Buy Canadian“-Bewegung hat Auswirkungen auf US-Unternehmen, die ihre Produkte in Kanada vertreiben möchten. Laut „Reuters“ hat beispiesweise der kalifornische Windelhersteller Parasol seine Expansion nach Kanada gestoppt, weil ein Zwischenhändler die Einführung von amerikanischen Marken aussetzte.

Höhere Nachfrage nach heimischen Produkten in Kanada

Der Trend betrifft jedoch nicht nur Windeln, sondern auch andere Waren wie Getränke und Zitrusfrüchte aus den USA. Laut „Reuters“ meldete Brown Forman, der Hersteller von Jack Daniel's, vermehrte Rücknahmen amerikanischer Whiskeys aus kanadischen Geschäften als Antwort auf die US-Zölle.

Kanadische Marken verzeichnen hingegen ein Wachstum im Inland. Irving Personal Care berichtete „Reuters“, dass sich die wöchentlichen Lieferungen ihrer in Kanada produzierten Windeln vervierfacht hätten. 

Kanadier boykottieren US-Produkte

Große Supermarktketten wie Sobeys und Metro setzen verstärkt auf lokale Produkte, um den patriotischen Konsum zu fördern, berichtet der „Business Insider“. Experten warnen, dass der Boykott etwa die US-Landwirtschaftsbranche erheblich treffen könnte. Auch in anderen Staaten wie China wird aufgrund der Zölle ein Rückgang bei den Einfuhren von amerikanischen Lebensmitteln erwartet.

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