Hunderte Gaststudierende müssen USA verlassen: Behörden fordern plötzlich Ausreise

In den USA erhalten Hunderte internationale Studierende E-Mails vom US-Außenministerium, in denen sie aufgefordert werden, sich selbst auszuweisen. Betroffen sind sowohl diejenigen, die sich aktiv am Campus-Aktivismus beteiligt haben, als auch diejenigen, die „antinationale“ Beiträge in sozialen Medien geteilt oder geliked haben.

Die „Times of India“ berichtet, dies gehe auf eine neue interne Richtlinie von Außenminister Marco Rubio zurück. Die Maßnahme betrifft auch Anträge für neue Studentenvisa, die nun verstärkt durch KI-basierte Social Media Checks überprüft werden. Nach Angaben des Heimatschutzministeriums studierten 2023/2024 mehr als 1,1 Millionen internationale Studierende aus aller Welt an US-Hochschulen.

Aufenthalt ohne Visum kann zu Inhaftierung oder Ausweisung führen

Betroffene Studierende wurden angewiesen, sich zu melden, um ihr Visum physisch annullieren zu lassen. Das US-Heimatschutzministerium alarmiert die Einwanderungs- und Zollbehörde, die für die Abschiebung zuständig ist. Laut „Times of India“ verliert man automatisch seinen legalen Aufenthaltsstatus. „Der Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ohne rechtmäßigen Einwanderungsstatus kann zu Geldstrafen, Inhaftierung und/oder Abschiebung führen“, heißt es in den E-Mails.

Anwälte wie Jath Shao raten betroffenen Studierenden, sich an einen Rechtsbeistand zu wenden. Diese können bei der Wiederherstellung des SEVIS (Student and Exchange Visitor Program) helfen oder im schlimmsten Fall die Verteidigung übernehmen, wenn ein Ausweisungsverfahren eingeleitet wird.

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Hunderte internationale Studierende müssen nach E-Mail-Anweisung ihre Visa annullieren. (Symbolbild) Getty Images

Bundesregierung warnt vor US-Einreise

Abschiebungen in den USA machen derzeit Schlagzeilen. Grund dafür ist ein neues Gesetz von US-Präsident Donald Trump für eine härteren Abschiebepraxis. Auch mehrere deutsche Touristen wurden bei der Einreise in die USA festgenommen und in Abschiebehaft genommen, darunter Lucas Sielaff. Sielaff wurde nach einem Aufenthalt in Mexiko bei der Wiedereinreise in die USA trotz gültiger ESTA-Genehmigung festgenommen. 

Er berichtet, dass die Grenzbeamten sofort aggressiv wurden, als sie seinen Pass sahen. Nach 16 Tagen wurde er abgeschoben. Das Auswärtige Amt hat daraufhin seine Reisehinweise aktualisiert und warnt nun vor möglichen Festnahmen und Abschiebungen bei der Ein- und Ausreise in die USA. Inzwischen meiden auch einige Touristen die Vereinigten Staaten.

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