Wie Behörden und ihre Auftragnehmer Open-Source-Software ausbeuten
Man könnte meinen, in Deutschland herrschen goldene Zeiten für Open-Source-Entwicklerfirmen, wütet doch Donald Trump im Weißen Haus schlimmer denn je. Immer mehr Behörden erwägen deshalb, ihre Abhängigkeit von US-Konzernen wie Microsoft und Cisco zu verringern und auf Open-Source-Software umzusteigen.
Doch paradoxerweise profitieren die Unternehmen, die Open-Source-Software entwickeln, nur selten vom Trend zu "digitaler Souveränität" im öffentlichen Sektor. Es komme immer wieder vor, dass Trittbrettfahrer ihre Software übernehmen und dann "mithilfe von Dumpingangeboten eine Ausschreibung gewinnen", beklagte Mitte Februar 2025 die Open Source Business Alliance (OSBA), ein Verband von Open-Source-Firmen.
- Wie Behörden und ihre Auftragnehmer Open-Source-Software ausbeuten
- Von Microsoft zu Open Source: Wie Schleswig-Holstein den Wechsel schaffen will
- Schleswig-Holsteins mutiger Umstieg auf LibreOffice & Co. – ein Interview
- Bundes-Office-Suite: Was kann openDesk?
- Das schwierige digitalpolitische Erbe der gescheiterten Regierungskoalition
- Kleine Fortschritte bei der Digitalisierung
- Die E-Rechnungspflicht aus rechtlicher Sicht
- Digitalisierung: Großprojekt des Bundes "Mein Bildungsraum" in der Kritik
- Das ehrgeizigste und riskanteste Digitalisierungsprojekt Deutschlands
- Wie der Bund IT-Pannen im elektronischen Rechtsverkehr behandelt
- Informatiker im Öffentlichen Dienst: Aufgaben, Gehälter und Verbeamtung
Den OSBA-Mitgliedern geht es dabei nicht nur um den entgangenen Umsatz. Die Dumpinganbieter kalkulierten "häufig keinen ausreichenden Support und keine ausreichenden Aufwände für Weiterentwicklung, Pflege oder Upstream-Veröffentlichung der Software ein", warnt der Verband. Wenn die Projekte scheitern, müssten die etablierten Open-Source-Firmen das Problem ausbaden. Die Misserfolge schadeten dem "Ruf der gesamten Open-Source-Community".
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Wie Behörden und ihre Auftragnehmer Open-Source-Software ausbeuten". Mit einem heise-Plus-Abo können sie den ganzen Artikel lesen und anhören.- Alle exklusiven Tests, Ratgeber & Hintergründe
- Ein Abo für alle Magazine: c't, iX, Mac & i, Make, c't Fotografie im Browser lesen und als PDF speichern
- Wöchentlich schon ab 2,99 €. Rabatt für Magazin-Abonnenten und junge Leute