E-Bikes: Brose verkauft E-Bike-Antriebssystemsparte an Yamaha | heise autos

>Der Fahrzeugteile-Zulieferer Brose verkauft sein Geschäft mit Elektromotoren für E-Bikes an Yamaha. Der japanische Konzern mit seiner bekannten Motorradmarke übernimmt die in Berlin angesiedelte Abteilung von Brose inklusive ihrer rund 110 Mitarbeitenden. Für eine Übergangszeit von bis zu zwei Jahren sollen dort weiterhin E-Bike-Antriebe für Yamaha gefertigt werden.

Das 1908 gegründete Familienunternehmen mit Sitz im fränkischen Coburg mit weltweit 32.000 Angestellten und 7,9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2023 befindet sich gerade in einer Restrukturierung. Hauptziel dieses Umbaus sei eine strategische Neuausrichtung aufgrund des schleppenden Geschäfts mit Sitzverstellungen, Fensterhebern, Türen oder Heckklappen aufgrund der schlechten Automobilkonjunktur.

Zähes Geschäft nach kräftigem Wachstum

Zäh läuft auch das Mitte 2014 gegründete Geschäft mit seinen ausschließlich als Mittelmotor erhältlichen Antrieben für mehr als 30 Marken aus dem E-Bike-Bereich: Nach den Boomjahren während der Covid-Pandemie, in denen Brose bereits seinen zweimillionsten E-Bike-Antrieb verkaufen konnte, ist im Fahrrad-Business eine Konsolidierung im Gange. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet Brose mit einem Gesamtverlust von 53 Millionen Euro. Der Verkauf bietet eine Chance, sich zu verschlanken, um in einer veränderten Welt agiler zu werden, sagt Brose.

Wettbewerbsbehörden müssen dem Verkauf an Yamaha noch zustimmen – der Abschluss der Transaktion soll Mitte des Jahres unter Dach und Fach sein. Yamaha "eBike Systems", ein Pionier elektrischer Fahrradantriebe seit 1993, will im Anschluss auf Basis der Kompetenzen und Erfahrungen von Brose aus etwas über zehn Jahren E-Bike-Antrieben auf dem europäischen Markt expandieren. Dabei wird Yamaha mit hochwertigen E-Bike-Mittelmotor-Antrieben der Marken Bosch, Shimano, Fazua, Bafang, SR Suntour, Panasonic und anderen konkurrieren müssen.

Der Verkauf habe nichts mit dem Standort Würzburg zu tun. Im Zusammenhang mit den Restrukturierungsüberlegungen war immer wieder von einer möglichen Schließung dieser Produktionsstätte zu hören.

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