Porsche SE: Kein Verkauf von VW-Aktien geplant
Die Volkswagen-Eigentümerholding Porsche SE (PSE) plant nach eigenen Angaben derzeit keinen Verkauf von VW-Aktien. Es gebe weder aktuell konkrete Überlegungen zur Veräußerung von VW-Aktien, noch habe es sie im Jahr 2024 gegeben, teilte ein Sprecher der Porsche SE auf Anfrage mit. Zuvor hatte die "Bild" berichtet, die Familienstämme um Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch prüften einen Teilverkauf ihrer VW-Aktien.
Die Porsche SE ist die Beteiligungsgesellschaft der VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch. Darüber halten sie 53,3 Prozent der Volkswagen-Stammaktien und haben dadurch eine Stimmrechtsmehrheit.
"Es hat auch in Bezug auf eine Veräußerung von VW-Aktien keine Gespräche mit Investoren gegeben", teilte der Sprecher mit. Die Porsche SE bekenne sich zur Rolle eines langfristig orientierten Ankeraktionärs der Volkswagen AG und sei vom Wertsteigerungspotenzial des Volkswagen-Konzerns überzeugt. VW wollte sich auf Anfrage nicht äußern und verwies an die Porsche SE.
Wegen milliardenschwerer Sonderabschreibungen war die Porsche SE zuletzt in die roten Zahlen gerutscht: ein Minus von 19,9 Milliarden Euro verzeichnete die PSE im Geschäftsjahr 2024. Dieses ist aber nicht zahlungswirksam, da es sich um eine bilanzielle, nicht zahlungswirksame Wertberichtigung im Konzernabschluss 2024 handelt. Hintergrund ist, dass die Holdinggesellschaft Ende des vorigen Jahres nicht mit den benötigten Planungsergebnissen rechnete, weshalb sie den drastischen Schritt ergriff. Bei ihren Mehrheitsbeteiligungen Porsche AG und Volkswagen AG kriselt es derzeit heftig. Der Vorstand der Porsche SE geht unverändert von der Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2024 aus.