Wegen Leaks an Medien: Meta feuert 20 Personen und erwartet mehr Entlassungen
>Meta hat "etwa 20 Personen" entlassen, weil sie vertrauliche Informationen aus dem Konzern herausgegeben haben und geht davon aus, dass noch mehr gefeuert werden. Das berichtet The Verge unter Berufung auf den Facebook-Konzern. Meta habe seine Bemühungen gegen Leaks verstärkt, ergänzt das US-Magazin. Hintergrund sind demnach mehrere Leaks zu nicht öffentlich angekündigten Produkten und internen Meetings. Aufsehen erregt hat vor allem ein internes Meeting, in dem Meta-Chef Mark Zuckerberg die Leaks scharf kritisiert hat. Das war publik geworden, weil Informationen darüber umfangreich an Medien weitergegeben wurden.
Viel Kritik an Leaks – die selbst geleakt wurde
"Wir nehmen die Angelegenheit ernst und werden weiterhin tätig werden, wenn wir Leaks finden", zitiert The Verge Meta weiter. Es sei gegen die internen Richtlinien, interne Informationen weiterzugeben, "egal mit welcher Absicht". Das Magazin zitiert außerdem aus einem internen Meeting Anfang Februar. Da habe der Technische Direktor (CTO) Andrew Bosworth erklärt, dass es mit diesen Leaks schon irgendwie lustig sei. Wenn Sachen durchgestochen werden, würden die Leute denken, dass damit Druck auf Meta ausgeübt werde, Dinge zu ändern. Dabei sei das Gegenteil wahrscheinlicher.
The Verge selbst hat viele der geleakten Informationen öffentlich gemacht und erklärt, dass die Stimmung bei dem US-Konzern zuletzt merklich gelitten habe. Grund seien die drastischen Änderungen, die Zuckerberg für die Moderation von Inhalten angekündigt hat und viele weitere Schritte, mit denen sich der Konzern der neuen US-Regierung anzubiedern scheint. Wenige Tage vor der Amtsübernahme von Donald Trump hat zudem ein konservativer Republikaner die Leitung der Unternehmenskommunikation bei Meta übernommen. Zuckerberg selbst hatte im Podcast von Joe Rogan beklagt, dass ein Großteil der Unternehmenswelt "kulturell ziemlich kastriert" sei und von mehr "maskuliner Energie" profitieren würde.