Was Apples iPad 11 alles nicht kann – und warum es dennoch interessant ist

Ganz schön viel los in Sachen Apple-Hardware in dieser Woche: Neben neuen Macs der Baureihen MacBook Air und Mac Studio hat Apple auch gleich zwei neue Tablets vorgestellt. Dabei kam es zu einer kleinen Überraschung bei der Chip-Ausstattung. Nutzer stellen sich nun die Frage, ob sich der Kauf lohnt.

iPad Air M3 wie gehabt

Das iPad Air M3 ist wohl die am wenigsten kontroverse der beiden Tablet-Neuheiten. Es ist einfach nur die logische Weiterführung des Vorgängermodells: Statt dem M2 von 2024 spielt hier nun ein 20 bis 30 Prozent flotterer M3, der etwa grafisch mehr leistet – wobei man dies auf dem iPad eher selten merkt. Es bleibt bei Varianten mit 11 und 13 Zoll und es gibt ein neues Magic Keyboard, mehr ist nicht. Ein solides Update, das aber eine Prozessorgeneration hinter dem iPad Pro M4 (das womöglich bald beim M5 landet) bleibt, dem Apple den notwendigen Abstand zum Air verschaffen wollte.

Ganz anders das iPad 11, das Apple nur am Rande erwähnt: Es pendelt, je nach Zielgruppe, zwischen Enttäuschung und Kaufempfehlung. Ein harter Schlag ins Kontor ist, dass Apple dem Gerät zwar ein Prozessor-Upgrade spendiert, allerdings nur auf den A16 aus dem Jahr 2022. Das heißt, dass das iPad 11 nun das einzige Gerät in Apples aktuellem Rechner/Tablet/Smartphone-Line-up ist, das Apple Intelligence nicht beherrscht. Wenn man bedenkt, wie sehr der Konzern sein KI-System auf anderen Geräten pusht, ist das verwunderlich.

iPad 11: Gutes und Schlechtes

Den A16 verbaute Apple erstmals im iPhone 14 Pro und 14 Pro Max, dann 2023 im iPhone 15 und 15 Plus. Apple hätte dem iPad 11 den A17 spendieren müssen, um es zu Apple Intelligence kompatibel zu machen. Dort sind 8 GByte RAM Standard; den A16 gibt es nur mit maximal 6 GByte. Apples Werbespruch, dass das iPad 11 mit A16 nun 30 Prozent gegenüber dem Vorgänger schneller sei (und 50 Prozent gegenüber dem uralten A13), hilft da wenig.

Andererseits müssen sich Nutzer die Frage stellen, ob sie Apple Intelligence überhaupt benötigen. Das KI-System kommt erst im April auf Deutsch und der Funktionsumfang liegt mit Schreibassistenten und Bildgeneratoren deutlich hinter dem, was ChatGPT, Anthropic und Co. können. Nur die tiefe Integration ins System ist nützlich. Auch die verbesserte Siri kommt wohl erst verspätet. Ist dem Nutzer Apple Intelligence also schnuppe, bekommt er mit dem iPad 11 durchaus einiges fürs Geld. So geht es bei 399 Euro nun immerhin mit 128 GByte Massenspeicher los – nicht wirklich viel, aber besser als die früheren 64 GByte. Die Hardware ist mit USB-C und anderen ordentlichen Standard-Features gut ausgestattet und der A16 ist für die meisten Tätigkeiten völlig ausreichend.

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