GeForce RTX 5000: Auch Notebook-GPUs sind vom ROP-Schwund betroffen
>Der Start der GeForce RTX 5000 war und ist ein Debakel: Selbst wenn man davon absieht, dass man solche Grafikkarten derzeit kaum kaufen kann (und wenn, dann nur zu absurden Mondpreisen), gab es seit dem Start einige technische Auffälligkeiten von schmelzenden Stromsteckern über unerklärliche Blackscreens bis hin zu GPUs, die fälschlicherweise weniger Raster-Endstufen (Raster Operation Pipelines, ROPs) haben als im Datenblatt angegeben.
Wie c’t nun von mehreren Notebookherstellern erfuhr, schieben diese derzeit Sonderschichten in Fernost, damit das Drama nicht in den nächsten Akt geht: Nvidia hat die Hersteller angehalten, schon produzierte Notebooks mit den neuen mobilen GeForce-RTX-5000-Grafikchips zu überprüfen. Das Augenmerk liegt auch hier auf GPUs, bei denen weniger ROPs aktiv sind, als das Datenblatt vorgibt. Das führt zu potenziell deutlichen Einbußen bei der 3D-Performance.
Mit der Aktion soll sichergestellt werden, dass Systeme mit fehlerhaften Mobil-GPUs – von denen wie bei den Desktop-Varianten augenscheinlich welche durch Nvidias Qualitätssicherung gerutscht sind – abgefangen werden, bevor sie überhaupt an Kunden ausgeliefert werden. Das aktuelle Prüfprozedere dürfte für die Hersteller immer noch weniger Aufwand bedeuten als spätere Austauschaktionen – von frustrierten Kunden ganz zu schweigen.
Produktionsanlauf
Es ist unklar, um wie viele Notebooks es sich handelt; ein Hersteller sprach lediglich von der ersten Fuhre seiner Geräte, die die Extrarunde drehen müsse. Dem Vernehmen nach läuft die Massenproduktion auch erst dieser Tage hoch: Nvidia habe erst kürzlich das finale vBIOS für die Notebook-GPUs verteilt, nachdem auch dort noch Feinschliff erforderlich gewesen war.
Erste Gaming-Notebooks mit GeForce RTX 5090 und RTX 5080 sind seit Ende Februar vorbestellbar. Die Auslieferung erfolgt dem aktuellen Stand der Dinge nach aber nicht wie ursprünglich mal geplant noch im März, sondern erst ab April. Je nach Notebookhersteller und -modell, GPU-Variante, CPU-Hersteller und Lieferregion kann es aber auch Mai oder noch später werden. Zudem muss sich erst zeigen, ob es genügend GPUs gibt oder die Nachfrage viel größer als das Angebot ausfallen wird.