Funktechnik: Kein Wi-Fi 7 in neuen Macs, kein C1 in neuen iPads
Neben der Verwirrung um die Prozessorausstattung beim Mac Studio 2025 hinterlässt Apple auch bei der Funktechnikausstattung seiner in dieser Woche eingeführten neuen Produkte Fragezeichen. Wie ein Blick in die Spezifikationen zeigt, hat Apple weder dem MacBook Air M4 noch dem Mac Studio mit M4 Max und M3 Ultra aktuelle WLAN-Technik gegönnt. Und trotz anderslautender Gerüchte verbaut Apple weder im iPad 11 noch im iPad Air M3 seinen brandneuen 5G-Mobilfunkchip C1.
iPhone 16 kann Wi-Fi 7
Der WLAN-Support beim neuen Mac Studio und MacBook Air bleibt bei Wi-Fi 6E alias 802.11ax stecken – in einem Kombichip mit Bluetooth 5.3. Dabei ist Apple eigentlich längst weiter. Beim iPhone 16 – und zwar der gesamten Gerätefamilie vom Standardmodell bis zum Pro Max – ist Wi-Fi 7 (802.11be) mit 2x2 MIMO mit an Bord. Dies bietet mit passenden Routern einige interessante Möglichkeiten.
Während die Weglassung von Wi-Fi 7 beim MacBook Air M4 noch verschmerzbar ist – schließlich handelt es sich um ein Einstiegsmodell –, ist sie beim Mac Studio wirklich unschön. Diese Maschinen kaufen Nutzer für (viele) Jahre, zahlt man für den M4 Max und den M3 Ultra in Standardausstattung doch mindestens 2499 Euro respektive 4999 Euro. Maximal kann man für den Mac Studi M3 Ultra gar satte 17.624 Euro investieren. Welche Gründe das fehlende Wi-Fi 7 hat, gab Apple bislang nicht an. Klar ist aber: Geht es im iPhone, sollte es auch im Mac gehen.
C1 bleibt auf das iPhone 16e beschränkt
Eine weitere eher negative Neuigkeit in Sachen Funktechnik betrifft den C1. Apples brandneues 5G-Modem samt hauseigenem Transceiver steckt nicht in den neuen iPads. Das hat der Hersteller gegenüber dem Apple-Blogger John Gruber bestätigt. Bloomberg-Reporter Mark Gurman hatte zuvor im Dezember behauptet, Apple werde den Funkchip "möglicherweise schon 2025 in den Einsteiger-iPads" integrieren.
Doch sowohl im iPad 11 als auch im iPad Air M3 sind weiterhin wohl Modems von Qualcomm verbaut – auch die Specs passen nicht zum C1. Es bleibt also bei der Verwendung in nur einem Gerät, dem iPhone 16e. Hier will Apple augenscheinlich auch Erfahrungen "in the wild" mit dem Modemchip sammeln. Der Bau kostete den Konzern viele Jahre der Entwicklungsarbeit.