Erste Tests des iPhone 16e: Ärger über MagSafe, Lob für die Akkulaufzeit
In der Nacht zum Donnerstag sind die ersten Tests des neuen iPhone 16e erschienen. Die meisten Rezensenten, die das Gerät eine knappe Woche ausprobieren konnten, bescheinigen dem Gerät eine sehr gute Akkulaufzeit und eine gute Ausstattung. Sehr kritisch wird allerdings der Verzicht auf die magnetische Befestigung MagSafe gesehen. Bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses gehen die Meinungen weit auseinander.
"Alles, was an diesem Telefon falsch ist, ist der Preis", urteilt YouTuber Marquess Brownlee (MKBHD) und sieht in vielen Fällen das iPhone 15 Pro als bessere und preiswertere Alternative an. Auch das US-Techportal The Verge äußert die Ansicht, dass das iPhone 16e für das, was es bietet, zu teuer ist. Aus dem Chor der Kritiker scheren lediglich die als sehr Apple-freundlich bekannte YouTuberin iJustine und der Schweizer Journalist Rafael Zeier. Letztgenannter spricht vom "vernünftigsten iPhone".
Akkulaufzeit wie die Pro-Modelle
Apples erster eigener Funkmodem-Chip, der C1, hat sich beim ersten Ausprobieren als solide erwiesen. Mal sei er besser, mal schlechter als der Qualcomm-Chip im iPhone 16 gewesen, heißt es bei The Verge und andere Rezensenten bestätigen das. Positiv zahle der C1 auf jeden Fall auf die Akkulaufzeit ein. Matthias Kremp vom Spiegel schreibt, es sei annähernd so ausdauernd wie das größere iPhone 16 Pro Max. Andere Tester bestätigen ebenfalls die an die Pro-Modelle heranreichende Laufzeit.
Kein Verständnis haben die meisten für den Verzicht auf MagSafe. Zwar lade das Gerät kabellos, aber es hafte nicht magnetisch an. "Ein großer Schritt zurück", heißt es bei CNET. Vereinzelte Kritik gibt es auch an weiteren Verzichtsentscheidungen, etwa am Fehlen der Ultraweitwinkelkamera im Vergleich zum iPhone 16 oder dass das 16e keinen Ultrabreitbandchip hat und damit etwa die Funktion zum präzisen Auffinden von AirTags vermissen lässt. Bedauerlich finden einige auch das Fehlen der Dynamic Island als zusätzliche Anzeige für Informationen. Lob gibt es dagegen übergreifend für den Einbau des aktuellen A18-Chips und die neuen KI-Funktionen von Apple.
An wen sich das 16e richtet
Die Kamera sorgt für gemischte Reaktionen. Der kleinere Kamerasensor im Vergleich zum iPhone 16 wird bei einigen als Nachteil gesehen. Der überwiegende Tenor lautet aber, dass die Weitwinkel-Kamera sehr ordentliche Fotos mache.
Bei der Zielgruppe des iPhone 16e verorten die meisten Tester das Gerät bei Besitzern älterer iPhones, etwa eines iPhone 11 oder SE. Auch Android-Wechsler werden als mögliche Adressaten angesehen. Von einem Einstiegsgerät möchten aber mehrere nicht mehr sprechen. "Apples Abschied aus dem Einsteigerbereich", urteilt der Spiegel. Und CNET mutmaßt, das Gerät ziele darauf ab, dass sich Interessenten am Ende doch das teurere iPhone 16 kaufen.