Gesund bis ins hohe Alter? Mit diesen Lebensmitteln haben Sie die besten Chancen

Die Formel für ein langes, gesundes Leben: Mehr Pflanzen, weniger Ultra-Processed Food

Gesund altern – das wünschen sich die meisten. Aber was bedeutet das eigentlich? Nicht nur irgendwie über die 70 zu kommen, sondern dabei auch noch körperlich fit, geistig klar und seelisch stabil zu bleiben. Genau diesem ganzheitlichen Konzept sind Forscher in einer neuen Langzeitstudie auf den Grund gegangen. Die gute Nachricht: Der Schlüssel liegt – wie so oft – auf dem Teller.

In einer der bislang umfangreichsten Untersuchungen zum Thema „Healthy Aging“ haben Wissenschaftler der Harvard University über 100.000 Menschen über einen Zeitraum von 30 Jahren begleitet. Sie wollten wissen: Welche Ernährung macht den Unterschied zwischen Dahinvegetieren und Vitalität im Alter?

Über Nils Behrens

Nils Behrens ist der Chief Brand Officer von Sunday Natural und der Host des Gesundheitspodcasts HEALTHWISE. Zuvor war er über 12 Jahre als Chief Marketing Officer das Gesicht der Lanserhof Gruppe und Gastgeber des erfolgreichen "Forever Young"-Podcasts. In über 200 Experteninterviews erforschte er Wege zu einem längeren und fitteren Leben. Als Dozent an der Hochschule Fresenius und auf LinkedIn berichtet er regelmäßig über neue Studien im Gesundheitssektor. In seiner Freizeit ist er passionierter Läufer, Triathlet und Radrennfahrer.

AHEI: Das Ernährungsmuster mit dem größten Anti-Aging-Effekt

Die Stars unter den Diäten waren klar: Der sogenannte „Alternative Healthy Eating Index“ (AHEI) schnitt mit Abstand am besten ab. Wer sich langfristig an dieses Ernährungsmuster hielt, hatte bis zu 2,24-fach höhere Chancen, auch mit über 75 noch gesund und aktiv zu sein. Das bedeutet: kein Diabetes, keine Herzkrankheit, keine Demenz – dafür ein Körper, der mitmacht, ein klarer Kopf und eine stabile mentale Gesundheit.

Der AHEI basiert auf viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, gesunden Fetten (vor allem aus Nüssen und pflanzlichen Ölen), wenig rotem oder verarbeitetem Fleisch und kaum Zucker oder Transfetten. Klingt bekannt? Richtig – es ist die wissenschaftlich präzisierte Version der mediterranen Ernährung.

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Was steckt drin? Die Zutaten für ein gesundes Alter

Die Forscher*innen haben außerdem herausgefunden, welche konkreten Lebensmittel am stärksten mit gesundem Altern in Verbindung stehen:

  1. Pluspunkte: Beeren, grünes Blattgemüse, Nüsse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Olivenöl, fettarme Milchprodukte
  2. Minuspunkte: Transfette, zu viel Salz, gezuckerte Getränke, verarbeitetes Fleisch, raffinierte Getreideprodukte

Besonders spannend: Auch wer sich nicht zu 100 Prozent perfekt ernährt, kann schon mit moderater Anpassung seiner Essgewohnheiten spürbar profitieren. Es kommt also nicht auf Askese an, sondern auf smarte Entscheidungen.

Ultra-verarbeitete Lebensmittel: Der natürliche Feind des gesunden Alterns

Ein echter Gamechanger in der Studie war der Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln (Ultra-Processed Food, kurz UPF). Wer hier regelmäßig zugreift – Stichwort Tiefkühlpizza, Chips, Softdrinks – senkt seine Chancen auf gesundes Altern um satte 32 Prozent. Diese Produkte wirken sich laut den Forscher*innen negativ auf alle Bereiche des gesunden Alterns aus: Sie schaden dem Gehirn, schwächen die körperliche Leistungsfähigkeit, erhöhen das Risiko für Depressionen und begünstigen chronische Krankheiten.

Die Konsequenz? Ein gezielter Blick auf die Zutatenliste lohnt sich. Wenn Sie die Hälfte der Wörter darauf nicht aussprechen können, lieber zurück ins Regal.

Essen wie Medizin – aber bitte mit Genuss!

Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht jeden Tag Grünkohl knabbern und Selleriesaft trinken. Vielmehr geht es darum, Ihre alltäglichen Gewohnheiten ein Stück weit zu „entindustrialisieren“. Fragen Sie sich beim Einkaufen: Könnte ich das theoretisch auch selbst in meiner Küche kochen? Wenn ja – go for it!

Die Studienlage ist eindeutig: Wer über Jahre hinweg eine vollwertige, pflanzenbetonte Ernährung pflegt, lebt nicht nur länger – sondern besser. Und genau darum geht es doch, oder?

Pragmatische Tipps für Ihren Alltag

  1. Starten Sie grün: Jeden Tag eine Portion Blattgemüse – ob im Smoothie, Salat oder als Beilage.
  2. Snack smarter: Nüsse statt Chips.
  3. Trinken Sie sich fit: Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee statt Softdrinks.
  4. Meal Prep mit Hirn: Kochen Sie am Wochenende für die Woche vor – so greifen Sie weniger zu Fertigprodukten.
  5. Vermeiden Sie Ernährungsdogmen: Es geht nicht um Verzicht, sondern um Fokus – was darf häufiger auf den Teller?

Fazit: Länger leben geht nicht ohne gesünder essen

Die neue Studie ist ein eindrucksvoller Beweis: Unsere Ernährung beeinflusst nicht nur, ob wir alt werden, sondern vor allem wie. Wer sich an wissenschaftlich validierte Ernährungsmuster wie den AHEI hält, legt die Basis für ein langes Leben voller Lebensqualität. Die gute Nachricht: Sie können heute damit anfangen – ein bunter Teller ist der erste Schritt.

Und das Beste? Es schmeckt auch noch.

Möchten Sie auch einen Beitrag zur gesunden Ernährung in Ihrem Umfeld leisten? Dann teilen Sie diesen Artikel – und stoßen Sie gemeinsam mit einem Glas Wasser (oder einem grünen Smoothie) auf ein langes, vitales Leben an.

Dieser Content stammt aus unserem EXPERTS Circle. Unsere Experts verfügen über hohes Fachwissen in ihrem Bereich. Sie sind nicht Teil der Redaktion.

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