Kimmich beweist in Dreifach-Rolle, warum er für Bayern unverzichtbar ist
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Für die Münchner wäre eine Vertragsverlängerung ein Segen, das konnte Kimmich an diesem Abend nochmal unter Beweis stellen. Er hatte am Kantersieg über den vermeintlichen Angstgegner entscheidenden Anteil – und das in einer Dreifachrolle.
Kimmich überzeugt gegen Leverkusen in Dreifach-Rolle
Als Spielmacher. Er bekam von der Werkself die Freiräume im Mittelfeld und wusste sie zu nutzen. Kimmich ist der Antreiber fürs Münchner Spiel, immun gegen Leverkusens Pressing. Seine gefürchteten Chipbälle stets eine Gefahr für den gegnerischen Sechzehner. Einer dieser Chippässe führte zum 2:0.
Als Spielzerstörer. Vor allem im ersten Durchgang war er für die Bewachung von Superstar Florian Wirtz verantwortlich und nahm den Superstar gänzlich aus dem Spiel.
Als Kapitän. Schon bei der Seitenwahl stand Kimmich als designierter Nachfolger von Manuel Neuer neben seinem Torhüter beim Referee Michael Oliver. Laut neuer Uefa-Regularien dürfen nur die Spielführer mit den Schiedsrichtern sprechen – da dieser bei den Bayern im Kasten steht, agiert Kimmich als sein Stellvertreter in dieser Rolle.
Später übernahm er dann sogar die Binde, weil Neuer verletzt vom Feld musste. Diese wird er in Zukunft immer öfter tragen müssen, weil Neuer sich mit dem jungen Neuzugang Jonas Urbig situativ das Tor teilen soll. In Neuers Abwesenheit ist Kimmich der Chef.
Bayern-Sportvorstand Eberl hofft auf Kimmich-Verbleib
Max Eberl weiß, wie wertvoll der Spieler und Mensch Joshua Kimmich für den Verein ist. Wäre es rein nach ihm gegangen, wäre der Deal längst durch. Mit dem mächtigen Aufsichtsrat im Rücken ist die Sache aber nicht so leicht.
Bei Dazn versucht er es wieder mit versöhnlichen Worten, nahm Kimmich vor etwaigen Vorwürfen von außen in Schutz: „Eines möchte ich dazu sagen, das wird gerade so ein bisschen kolportiert, dass Josh gierig ist. Das ist er nicht“, sagte der Bayern-Boss. „Und das möchte ich an der Stelle mal klarstellen. Josh ist keiner, der jetzt auf die Kohle schaut und gierig ist, sondern der möchte eine Perspektive haben.“
Trotzdem fordert auch Eberl zeitnah eine Entscheidung des 30-Jährigen, „vor der Crunch-Time“, wie er es formuliert. „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir es vor dem Spiel geschafft hätten. Aber es sollte schon zeitnah passieren.“ Als ultimative Deadline gilt intern die kommende Länderspielphase. Bevor es zum DFB geht, braucht der Verein Klarheit.
Denn Kimmich hat gegen Leverkusen nochmal bewiesen, warum er unverzichtbar ist.