Touristen in Gefahr: Warnung für Türkeiurlauber vom Auswärtigen Amt
Gefährlicher Alkohol in Istanbul und Ankara: Das Auswärtige Amt warnt vor mit Methanol gepanschten Getränken in den türkischen Touristenstädten Istanbul und Ankara. Methanol ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit, die als einfachster Alkohol bekannt ist und häufig als Industriechemikalie sowie als Lösungsmittel verwendet wird.
„Die türkische Regulierungsbehörde für Tabakwaren und alkoholische Getränke (TAPDK) weist auf die Gefahr des Konsums von gepanschtem Alkohol hin und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenz (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschädigte blau-türkise Banderole) zu achten“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.
Gefährlicher Alkohol in Istanbul und Ankara: „Methanol ist unsichtbar und geruchlos“
Der gepanschte Alkohol ist mit Methanol versetzt, mehrere Methanolvergiftungen wurden bereits gemeldet. „Methanol ist unsichtbar und geruchlos“, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Schon geringe Mengen Methanol können zu Sehstörungen, Erblindung und sogar zum Tod führen.
Die ersten Symptome einer Methanolvergiftung ähneln einem normalen Rausch. Wer Anzeichen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit bemerkt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.
Das sind Symptome einer Methanolvergiftung:
- Bauchschmerzen
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
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Nicht nur in der Türkei sollte man aufpassen, was man trinkt. Erst kürzlich starb ein britisches Ehepaar im Urlaub in Vietnam an einer Methanolvergiftung. Schuld war ein selbstgemachter Limoncello. Die Flaschen des Zitronenlikörs wurden in einem lokalen Restaurant gekauft und an die Hotelrezeption geliefert.
Auch in Laos starben kürzlich vier Menschen nach dem Konsum von Methanol verseuchten Getränken. Mindestens zehn weitere Personen erlitten Vergiftungserscheinungen. Unter den Opfern waren zwei Däninnen, ein US-Bürger und eine Australierin. Mehrere britische Touristinnen und zwei junge Australierinnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.