Produktivitättool Docs 3.0: Verbesserte Oberfläche und restriktiver Datenzugriff

Die im Auftrag der deutschen und französischen Regierung gemeinsam entwickelte Open-Source-Plattform Docs ist in Version 3.0.0 erschienen. Sie umfasst Funktionen für Zusammenarbeit und Wissensmanagement und soll eine freie Alternative zu proprietären Produktivitätstools wie Outline oder Notion sein. Das Update enthält eine überarbeitete Benutzeroberfläche und Änderungen beim Zugriff auf Dokumente und bei der Serverauthentifizierung. Die Anwendung bleibt eine Betaversion, die noch nicht für den Produktiveinsatz vorgesehen ist.

Docs gehört zu La Suite Numérique, einer Sammlung von Open-Source-Anwendungen für kollaboratives Arbeiten. Deren Entwicklung erfolgt unter der Leitung des ministerienübergreifenden Direktorats für digitale Angelegenheiten der französischen Regierung. Für das Update von Docs haben die Entwickler das UI-Kit der Suite integriert, das über ein neues Standard-Theme verfügt. Weiterhin lassen sich jetzt Dokumente über die Programmierschnittstelle duplizieren.

Zugriff auf Nutzerdaten eingeschränkt

In der vorherigen Version von Docs konnten Nutzer unabhängig von ihrer Rolle die Liste aller Benutzer mit Zugriff auf das Dokument einsehen – inklusive E-Mail-Adresse und Benutzer-ID. Jetzt können nur noch Besitzer eines Dokuments und Administratoren auf diese Liste zugreifen. Andere Rollen haben eine eingeschränkte Ansicht, die nur Administratoren und Besitzer ohne weitere Informationen aufführt.

Darüber hinaus authentifiziert nicht mehr nginx den Zugriff auf den Kollaborationsserver, sondern der yProvider-Server. Dazu müssen Administratoren in der neuen Version die Helm-Dateien entsprechend anpassen. Zudem ist die Anpassung einer Umgebungsvariable nötig, um den Zugriff des yProvider-Servers auf den Django-Server zu erlauben. Alle Informationen dazu sowie alle Änderungen in Docs 3.0.0 finden sich auf der Release-Seite bei GitHub. Insgesamt gab es rund 30 Anpassungen an dem Tool. Entwickler, die zu Docs beitragen, müssen künftig die Rechte an ihrem Code bestätigen.

Derzeit umfasst Docs unterschiedliche Blocktypen, Markdown-Formatierung und Dateiexport als DOCX, ODT und PDF. Künftig soll es eine Navigation mit Unterseiten, eine Kommentarfunktion und einen integrierten PDF-Reader geben. Kürzlich erschien mit Version 2.0 auch die Business-Version der quelloffenen Filesharing-Plattform OpenCloud, die eine einfache Sicherung und Wiederherstellung großer Datenmengen in Behörden und Unternehmen verspricht.

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