Miese Stimmung bei Chip-Aktien: Düstere Aussichten für den PC-Markt bis 2029

Im PC-Markt geht es zwar nicht bergab, aber kaum noch bergauf – und zwar bis 2029, meint das Marktforschungsunternehmen IDC. Es korrigierte seine bisherige Prognose nach unten.

Die kalte Prognose-Dusche von IDC trug wohl dazu bei, dass die Aktienkurse von AMD, Intel, Qualcomm und vielen weiteren Chipfirmen deutlich sanken. Denn bisher setzten PC-, CPU- und RAM-Hersteller größere Hoffnungen auf das Jahr 2025, weil Microsoft im Oktober den Support für Windows 10 beendet.

Als Gründe für die schlechteren Marktaussichten nennt IDC die US-Strafzölle gegen China sowie die „sich abschwächende Marktstimmung“ (weakening market sentiment).

Mickriges Wachstum auf Jahre hinaus

Zwar erwartet IDC für das laufende Jahr 2025 noch immer einen Anstieg der Verkäufe. Die weltweiten Stückzahlen von Desktop-PCs und Notebooks sollen um 3,7 Prozent wachsen.

Doch dieses Wachstum tragen im Wesentlichen gewerblich genutzte Rechner (Commercial Client) sowie der Bildungsbereich (Education). Privatleute werden laut IDC nur 0,2 Prozent mehr neue Rechner kaufen. Und bei Tablets rechnen die Beobachter mit Stagnation.

Schlimmer noch: Nach der Neubeschaffungswelle in diesem Jahr wegen Windows 11 erwartet IDC einen deutlichen Rückgang des Wachstums bis 2029. Das durchschnittliche jährliche Wachstum (CAGR) der Stückzahlen von Desktop-PCs, Notebooks und Tablets soll von 2026 bis 2029 bei lediglich 0,4 Prozent liegen.

it
Das könnte Ihnen auch gefallen