Millionen Urlauber müssen sich auf Regeln am Flughafen einstellen
Ryanair führt ab 2025 eine digitale Bordkartenregelung ein. Gedruckte Bordkarten werden abgeschafft, um Papierabfall zu reduzieren. Digitalisierung stellt Reisende ohne Smartphone vor Herausforderungen.
Bordkarten werden bei Ryanair abgeschafft
Ab November 2025 wird Ryanair keine gedruckten Bordkarten mehr anbieten. Die Airline setzt auf digitale Boarding-Pässe. Laut "Business Insider" betrifft die neue Regelung Millionen Reisende, die nun verpflichtet sind, die Ryanair-App zu nutzen.
„Mit diesem Schritt wird auch die Flughafen-Check-in-Gebühr des Billigfliegers in Höhe von 55 Euro abgeschafft“, berichtet der Branchendienst. Ziel sei es, mehr als 300 Tonnen Papierabfall jährlich zu vermeiden.
Herausforderungen für Smartphone-lose Fluggäste
"Business Insider" zufolge nutzen bereits 80 Prozent der Ryanair-Kunden digitale Bordkarten. Die verbleibenden 20 Prozent müssen sich umstellen, was Probleme für Reisende ohne Smartphone oder mit leerem Handyakku schaffen könnte. Eine andere Eskalation entstand mit einem rauchenden Passagier.
Michael O’Leary, Ryanair-Chef, der vor einiger Zeit ein Alkohol-Limit an Bord forderte, hat bereits Protokolle für diese Fälle an Flughäfen eingerichtet. Die Umsetzung zeigt sich ab November, wenn die digitale Bordkartenregelung startet.
Ehepaar ohne Bordkarte wird Flug verwehrt
Der Verzicht auf die physische Bordkarte wird so manchen aber wohl freuen. Wie ein Ehepaar, das an einem internationalen Flughafen abgewiesen wurde, weil es keine ausgedruckte Bordkarte vorweisen konnte. Das Paar war eine Stunde vor Abflug eingetroffen und hatte online eingecheckt sowie nur Handgepäck dabei. Da der Check-in-Schalter bereits geschlossen war, verweigerte das Flughafenpersonal den Ausdruck der Bordkarten.
Ein Gericht entschied, dass die Fluggesellschaft keine klaren Anweisungen gegeben hatte, und verurteilte sie dazu, dem Paar 700 Dollar (rund 660 Euro) als Teilentschädigung zu zahlen. Richterin Shaurya Malaviya erklärte, die Bedingungen der Fluggesellschaft auf dem Ticket und den Bordkarten seien „zweideutig“ gewesen, das Paar hätte jedoch wissen müssen, dass es sich früher als eine Stunde vor Abflug einfinden müsste.