Wirecard-Skandal: Jens Lehmann verliert wegen bizarrem Fehler 750.000 Euro
Jens Lehmann (55) ist um 750.000 Euro ärmer – und das nur, weil der ehemalige deutsche Nationaltorhüter beim Gericht eine Frist verdusselt hat, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Worum geht es? In diesem Fall ist Lehmann nicht der Angeklagte, sondern der Geschädigte – nämlich im Wirecard-Skandal. Wie viele andere Anleger investierte der ehemalige Nationaltorhüter zwischen 2015 und 2020 in Aktien des Finanzdienstleisters. Heute weiß man: Hinter der Firma steckte ein milliardenschwerer Finanzbetrug, der viele Menschen um ihr Geld brachte.
Jens Lehmann überweist Prozesskostenvorschuss zu spät
Und eben auch Jens Lehmann, bei dem es um einen Gesamtschaden von 750.000 Euro geht. Wie andere Anleger klagte er gegen den in den Wirecard-Skandal verwickelten Bilanzprüfer Ernst & Young klagen. Laut „Süddeutsche Zeitung“ hätten Lehmanns Anwälte am 14. Februar 2024 Post von der Landesjustizkasse bekommen, um einen sogenannten Prozesskostenvorschuss von 14.000 Euro zu leisten. Erst danach hätte das Gericht die Klage an den Beklagten zugestellt.
Doch Lehmann soll das Geld schlichtweg zu spät überwiesen haben, nämlich am 14. Juni nach der verstrichenen Frist. Das Landgericht München I wies Lehmanns Klage ab, die 750.000 Euro sind damit definitiv futsch. Vielleicht ein kleiner Trost für ihn: Ob die Klage des ehemaligen Fußballstars überhaupt erfolgreich gewesen wäre: fraglich.
Jens Lehmann ist häufiger im Gericht anzutreffen
Dabei sollte der 55-Jährige doch eigentlich schon geübt sein in Sachen Gerichtsverfahren. Erst Anfang Februar hat Jens Lehmann Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen einer Alkoholfahrt nach dem Oktoberfest eingelegt.
Im September 2024 wurde Lehmann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er mit einer Kettensäge auf das Grundstück seines Nachbars losging. Eine weitere Negativ-Meldung: Auch die Ehe von Jens Lehmann soll am Ende sein.