Sony senkt Preis von PS VR2 auf 450 Euro

Sony will mit einer permanenten Preissenkung die Verkäufe seines VR-Headsets PS VR2 ankurbeln. Das seit zwei Jahren erhältliche Headset kostete regulär bisher 600 Euro, war in der Praxis allerdings regelmäßig für unter 500 Euro zu haben.

Nun soll der Preis noch tiefer fallen: Sony ruft für PS VR2 künftig eine Preisempfehlung von 450 Euro auf, teilte das japanische Unternehmen mit. Das betrifft laut Sony sowohl das Basispaket mit Headset, Controller und Stereokopfhörer sowie das "Horizon Call of the Mountain"-Bundle, das zusätzlich noch einen Code für das VR-Spiel umfasst. Sony bestätigte heise online auf Nachfrage, dass beide Varianten tatsächlich den gleichen Preis haben sollen.

Sollten sich die Preisempfehlungen auch in der Praxis so durchsetzen, ist also das Bundle mit zusätzlichem "Horizon"-Code die strikt bessere Wahl – das Spiel kostet regulär 70 Euro, wenn man es einzeln kauft. Um mit dem Headset zocken zu können, benötigt man zusätzlich eine Playstation 5. Alternativ kann man PS VR2 auch am PC mit SteamVR-Titeln verwenden. Dazu muss man allerdings separat einen PC-Adapter für 60 Euro kaufen.

Umgekehrter Schritt

Die Preisreduzierung ist bemerkenswert, weil Sony mit der Playstation 5 einst genau den umgekehrten Weg ging: Den Preis für seine aktuelle Spielekonsole hatte Sony nach dem Launch von 400 auf 450 Euro erhöht. Dass PS VR2 nun günstiger werden soll, ist einerseits nett für Interessenten. Andererseits darf die Preissenkung als weiterer Hinweis darauf verstanden werden, dass sich das Headset bislang nicht besonders gut verkauft hat.

Sony hat nie Verkaufszahlen des VR-Headsets veröffentlicht. Berichte über schleppende Verkäufe gab es allerdings schon 2023. Im vergangenen März berichtete Bloomberg, Sony habe die Produktion des Headsets vorübergehend eingestellt. Zum damaligen Zeitpunkt soll Sony laut unabhängigen Schätzungen von IDC 1,7 Millionen Exemplare verkauft, aber weit mehr als zwei Millionen produziert haben.

Die schlechten Verkaufszahlen bedeuten auch, dass PS VR 2 als Plattform für Videospielentwickler nur wenig attraktiv ist. Sony hat seit dem Launch-Titel "Horizon Call of the Mountain" keine nennenswerten Exklusivspiele für PS VR2 mehr auf den Markt gebracht. Das Headset lebt auf der Konsole daher hauptsächlich von Spiele-Ports, die ursprünglich für andere VR-Plattformen wie Metas Quest entwickelt wurden.

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